Der Trend kam auf leisen Sohlen. Schließlich sind Kletterschuhe echte Leichtgewichte und geben ihrem Träger den notwendigen Halt im Fels. Klettern heißt die neue Trendsportart – und sie präsentiert sich in vielen Facetten. Das Tiroler Pillerseetal zählt mit seinen fünf Orten Fieberbrunn, Waidring, St. Ulrich, St. Jakob und Hochfilzen zu den Wegbereitern der Bewegung, die gerne nach oben strebt. Ob im Fels oder in der Halle, auf dem Klettersteig oder im Klettergarten – die Region zwischen Kitzbüheler Alpen und Leoganger Steinbergen entwickelte sich in kurzer Zeit zum Kraxel-Dorado. Heuer neu sind der Klettersteig „Marokka“ und der Boulder-Park für Kinder und Erwachsene – beide soeben entstanden in Fieberbrunn.

„Klettern ist auf dem Weg vom Trend- zum Breitensport“, sagt Bene Benedikt, der Chefredakteur des deutschen Fachmagazins Alpin. Die Zahl der Sportkletterer habe sich in den letzten 15 Jahren vervierfacht. „Für alle Liebhaber der Vertikalen haben wir das richtige Angebot“, betont Florian Phleps, der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Pillerseetal. Die Region ist als Kletterparadies

geradezu prädestiniert, bietet sie doch nicht nur faszinierende Felsrouten, sondern auch, dank der örtlichen Bergbahnen, leichte Zugangsmöglichkeiten.

Die Zeiten, in den kletternde Väter ihre Familien zurück ließen, sind längst vorbei. „Klettern ist heute Familiensache“, sagt Florian Phleps und verweist auf die beiden jüngsten Kletterneuheiten seiner Region. Die eine besteht aus sechs riesigen Granitblöcken, die andere führt über 200 Höhenmeter, eine schwingende Seilbrücke auf das „Matterhorn der Kitzbüheler Alpen“, wie der 2019 Meter hohe Marokka hoch über Fieberbrunn gerne genannt wird. Die neue Route auf den Marokka ist ein Vergnügen für die ganze Familie. Bestens gesichert steigt man auf dem sportlichen Klettersteig zuerst durch die Flanken eines steinernen Turms. Die dann folgende Drei-Seil-Brücke stellt eine weitere Mutprobe dar, kann aber auch umgangen werden. Danach geht es vertikal zum atemberaubenden Gipfel. Der Schwierigkeitsgrad des 410 Meter langen Steigs liegt bei B und C (schwierig) auf der Skala von A bis G.

Vom Gipfel des Marokka erblickt man auch den zweiten sportlichen Klettersteig der Region, den Panoramaklettersteig auf die Henne. Die 800 Meter lange Route lässt sich in einer leichten und einer schweren Variante genießen. Unterwegs zur Henne gibt es mit dem „Geduldigen“, dem „Rassigen“ und dem „Zachen“ drei weitere Varianten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Leicht und auch für Kinder mühelos zu bewältigen ist die Tour namens „Himmel und Henne“. Wenige Kilometer weiter bietet das „Schuastagangl“ auf der Steinplatte in Waidring mit dem Schwierigkeitsgrad C/D alles, was sich ein Kletterer wünscht. Für Neueinsteiger ist der kurze Übungsklettersteig Adolari in St. Ulrich am Pillersee das ideale Terrain, um Kletterluft zu schnuppern. Auch die drei betreuten Klettergärten des Pillerseetals eröffnen alpinen Novizen neue Perspektiven.

Apropos Neueinsteiger: „Alle Klettersteige dürfen nur mit der entsprechenden Ausrüstung begangen werden“, erklärt der Bergführer Leo Trixl. Er und ein gutes Dutzend seiner Kollegen aus dem Pillerseetal nehmen gerne Neulinge ans Seil und zeigen ihnen die Kunst mit Haken und Ösen. Ideal ist ein Kletterkurs, wie ihn der Bergführer Florian Simair in St. Ulrich am Pillersee anbietet. Auch sein Kollege Markus Kogler, Leiter des Outdoorspezialisten Fun Connection, zeigt, wo und wie es nach oben geht. Wer erst einmal auf Nummer sicher gehen will, der geht in die Halle. Auch hier bietet das Pillerseetal mit dem Kletterparadies im Freizeitpark Familienland in St. Jakob ideale Voraussetzungen. Ob es draußen regnet oder stürmt – drinnen wird auf rund 80 Routen und auf einer Fläche von 600 Quadratmetern nach Herzenslust geklettert.

Die Kletterhalle ist auch ideal für Kurse im Kinderklettern. Perfekt gesichert können hier die Kids bis auf eine Höhe von 16 Metern kraxeln. Bestens geeignet für erste Kletterversuche im Gelände ist der Kinderübungsfelsen Halsergrund in St. Ulrich am Pillersee. Der zehn Meter hohe Felsen ist wie geschaffen für den kletternden Nachwuchs. Puren Kraxlspaß für Kids verspricht auch der neue Kletter- und Boulderpark, der soeben an der Mittelstation Streuböden in Fieberbrunn eröffnet wurde. Sechs jeweils drei Meter hohe Granitfelsen sind ideal für alle Kletterversuche. Auch geübte Boulderer, jene Sportler, die ohne Seil und Gurt auf Felsenblöcken hangeln, finden hier ideale Bedingungen. Der neue Boulderpark ist Teil von Timoks Alm, einem Kindererlebnisterrain, das auch über eine Slackline und einen Niederseilgarten verfügt. Timok entführt seine jungen Gäste in ein besonderes Reich, das für eine zweite Stärke des Pillerseetals steht: Seine Familienfreundlichkeit. Zahlreiche, eigens auf Kinder ausgerichtete Veranstaltungen und Programme sowie erschwingliche Reisepakete machen die Region seit Jahren zum bevorzugten Urlaubsgebiet für Eltern und Kinder. Übrigens: Auch bei der Anreise kann man sparen. Das Pillerseetal erreicht man über die Autobahn München-Innsbruck ohne Plakette.

Auskunft: Tourismusverband Pillerseetal, A-6391 Fieberbrunn, Telefon 0043-5354-56304, Fax -52606, www.pillerseetal.at

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