Kann die Verpflegungspauschale bald einfacher abgerechnet werden? Einen Segen wäre es wert. Foto: Touristikdepesche

Bislang gibt es drei unterschiedliche Tagespauschalen für Geschäftsreisende. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern danach je nach Dauer der Abwesenheit steuerfrei acht, zwölf oder bei einem ganzen Tag Abwesenheit 24 Euro zahlen. Damit sollen die erhöhten Ausgaben auf Reisen ausgeglichen werden. Künftig soll es nur noch zwei Sätze geben: Bei einer Reise von mindestens acht Stunden, sollen zwölf Euro gezahlt werden können, bei einem ganzen Tag beträgt die Pauschale demnach 24 Euro. Ist ein Mitarbeiter mehrere Tage unterwegs, sollen die Pauschale für den An- und Abreisetag generell zwölf Euro betragen. Das hat der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Meister, am gestrigen 27. August laut Medienberichten erklärt. Ein Zeitpunkt, wann ein überarbeitetes Reisekostenrecht greift, wurde jedoch noch nicht genannt.

Damit greift die Bundesregierung langjährige Forderungen des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) auf. Der setzt sich seit langem für ein vereinfachtes Reisekostenrecht ein. Gemeinsam mit anderen Spitzenverbänden wie dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte der Geschäftsreise-Verband im vergangenen Jahr eigene Reformvorschläge entwickelt und der Politik vorgelegt. Einige der Vorschläge scheint die Bundesregierung nun – endlich – aufzugreifen.

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