Der Tagungsmarkt gewinnt weiter an Fahrt. Die Zahl der Kongresse und Tagungen wächst stetig, das Gästeaufkommen in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Und die Aussichten bleiben gut. Entspannte Gesichter und geschäftiges Treiben auf der diesjährigen Event-Messe Imex in Frankfurt. Das Tagungsgeschäft brummt. Knapp 4000 Einkäufer und Event-Planer aus aller Welt schlendern oder hetzen durch die Messehalle von Stand zu Stand. Sie haben noch einmal mehr Budgets in der Tasche als im Vorjahr, um Kongresse, Tagungen und Incentives zu planen. Gerade für Großveranstaltungen greifen die Unternehmen noch einmal tiefer in die Tasche. Das haben sie zumindest bei der aktuellen Befragung für das Meeting- und Event-Barometer, das der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren gemeinsam mit dem German Convention Bureau (GCB) und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) jährlich zur Imex herausgibt, zu Protokoll gegeben. „Deutlich mehr Veranstalter als im Vorjahr melden sehr große Etats. 40 Prozent der Veranstalter wollen mehr für Kongresse und Tagungen ausgeben“, betont Michael-Thaddäus Schreiber, Chef des durchführenden Studieninstituts EITW.

Mehr Kongresse und Teilnehmer

Deutschland als weltweit zweitwichtigster Tagungsstandort nach den USA profitiert vom Aufschwung in der Branche. Im vergangenen Jahr fanden in deutschen Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Eventlocations 2,72 Millionen statt. Das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Teilnehmern vermelden die Tagungs- und Kongressanbieter mit knapp 338 Mill. Besuchern einen Rekord seit Veröffentlichung des ersten Meeting- und Event-Barometers vor sechs Jahren. GCB-Chef Matthias Schultze ist angesichts dieser Zahlen überwältigt und rechnet vor: „Das wäre so als wenn jeder Deutsche viermal im Jahr tagen würde. Tagen ist wie telefonieren, wir tun es quasi jeden Tag.“

Mit der steigenden Nachfrage wächst auch das Angebot. 6614 Tagungs- und Veranstaltungstätten sind in Deutschland verteilt. Das sind drei Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die großen Veranstaltungszentren, Tagungshotels und Event Locations profitieren davon gleichermaßen, wobei es eine leichte Verschiebung des Geschäfts von Veranstaltungszentren zu Tagungshotels gab. Die Hotellerie ist vor allem gefragt, wenn es um Seminare und kleinere Tagungen geht. Event Locations werden bevorzugt für Rahmenprogramme und spezielle Veranstaltungen gebucht.

Berlin und Bayern bleiben Spitze

Beim Ranking der beliebtesten Tagungsstädte in Deutschland hat nach wie vor die Hauptstadt die Nase vor. München und das Umland rangieren auf Platz zwei. Bei den Bundesländern steht unangefochten Bayern an der Spitze, gefolgt vom bevölkerungsreichen und geografisch gut erreichbaren Nordrhein-Westfalen.

China als weiterer Wachstumsmotor

Viel Potenzial für die nächsten Jahre verspricht sich Deutschland vom chinesischen Markt, auf dem die DZT seit langem kräftig für Deutschland als Geschäftsreiseziel wirbt.

Jetzt schon ist Europa nach Asien die zweitwichtigste Meeting-Destination für Chinesen. „22,5 Prozent der chinesischen Meetings finden in Europa statt“, sagt DZT-Chefin Petra Hedorfer. In Asien selbst fänden 28,8 Prozent aller chinesischen Meetings statt. Doch Hotels hierzulande müssten sich auf knallharte Preisverhandlungen einlassen. Der Preis ist für die Chinesen eindeutig das wichtigste Entscheidungskriterium.

Die Imex läuft noch bis Donnerstag in der Messe Frankfurt.

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