Im Trend: Besonders komfortable und große Wohnmobile wie hier mit einem ausfahrbaren Erker (Slide-Out). Foto: TUI
Im Trend: Besonders komfortable und große Wohnmobile wie hier mit einem ausfahrbaren Erker (Slide-Out). Foto: TUI

Wilde Natur, Lagerfeuer, sicherer Schlafplatz: Immer mehr Bundesbürger suchen das Gefühl von Freiheit und Abenteuer und machen sich mit einem Wohnmobil weltweit auf Reisen. Mehr denn je setzen sie dabei auf Komfort in ihrem Urlaubsdomizil auf vier Rädern. Der Trend geht zum luxuriösen Wohnmobil, urteilt der Reiseveranstalter TUI Deutschland. Zu den weitaus beliebtesten Reisezielen für gemietete Wohnmobile zählen die USA und Kanada sowie Australien und Neuseeland. „Viele Campingfans möchten nicht mehr auf den gewohnten Komfort von zu Hause oder eines guten Hotels verzichten. Daher wächst die Nachfrage nach hochwertigen Reisemobilen und Premiumfahrzeugen schneller als der Markt“, erläutert Christoph Schöttner, Experte für Wohnmobil-Urlaub bei der TUI. „Land-Yachting ist das neue Schlagwort – analog zum hohen Komfort auf Yachten.“

Hoher Komfort inklusive Markise und Mikrowelle

„Wohnmobilurlaub ist heute nicht mehr mit schlichtem Camping zu vergleichen“, sagt Schöttner. „Viele Urlauber möchten unabhängig und flexibel ein Reiseland erkunden und an abgelegenen Orten Ruhe und Erholung genießen sowie Abenteuer erleben.“ Und gerade bei schlechtem Wetter biete ein großes Wohnmobil ausreichend Freiraum. Wohnmobile, die den Anspruch an Land-Yachting erfüllen, punkten mit viel Platz im Innenraum, hochwertigen Materialien wie Ledersitzen und einer umfangreichen technischen Ausstattung. Zum Standard zählen Bettdecken, Mikrowelle, Gefrierfach, Markise, Fernseher samt DVD-Player und oft auch eine Rückfahrkamera – auf Wunsch gerne auch mit Automatikgetriebe. Schöttner: „Die Urlauber möchten nicht mehr im Schlafsack schlafen oder auf Kaffeemaschine oder Toaster verzichten.“ Gerade die Kombination aus Komfort und Unabhängigkeit animiert immer mehr Reisende dazu, ein rollendes Heim zu mieten. Speziell in Nordamerika bieten die Vermietfirmen überdies Wohnmobile an, bei denen sich ein Erker mit Sitzecke ausfahren lässt. Damit steigt der Platz im Innenraum, wenn das sogenannte Slide-Out-Fahrzeug auf dem Campingplatz steht.

Long Vehicle: Bis zu elf Meter lang und drei Meter breit

Luxus Lebensraum: Um ihren Wunsch nach viel Platz zu stillen, würden gerade Paare oft Wohnmobile buchen, die eigentlich für vier bis sechs Personen ausgelegt sind. Die größten Wohnmobile sind für sechs Personen geeignet, mit Duschkabine und Toilette ausgerüstet und bis zu elf Meter lang – und bei ausgefahrenem Erker bis zu drei Meter breit. Wichtig: Auch bei diesen Maßen reicht ein deutscher PKW-Führerschein in Verbindung mit der internationalen Fahrerlaubnis, um solch ein großes und damit auch schweres Fahrzeug zu mieten.

Überdies empfiehlt Wohnmobil-Experte Schöttner Urlaubern, bei der Buchung eines Fahrzeugs gleich eines der umfangreichen Zusatzpakete zu buchen, oftmals als All-Inclusive-Paket bezeichnet. Darin enthalten sind im Regelfall zusätzliche Ausrüstung wie Camping-Tisch und Stühle, die Endreinigung, Transfer zur Vermietstation sowie umfassender Versicherungsschutz und höhere Fahrleistung. Denn ein Standard-Mietvertrag enthält meist einen hohen Selbstbehalt bei Fahrzeugschäden und eine Begrenzung für die gefahrenen Kilometer. „Die in den Paketen enthaltenen Leistungen erhöhen die Urlaubsfreude und minimieren finanzielle Risiken. Und für das Paket zahlt der Urlauber meist deutlich weniger, als wenn er nur einzelne Leistungen bucht“, so Schöttner, der selbst schon mit dem Wohnmobil in den USA und in Südafrika unterwegs war.

Stellplatz zwischen Weinreben

Getreu dem Trend zum hochwertigen Fahrzeug haben die örtlichen Verleiher ihren Kundenservice erheblich ausgeweitet: Vielfach übernehmen auch in Kanada oder Australien deutschsprachige Mitarbeiter die Fahrzeugübergabe an die Urlauber. Ganz neu: In Neuseeland vermittelt der dortige Anbieter MAUI auch Stellplätze auf Weingütern – romantischer Blick auf die Reben, Weinflasche und Kanapees inklusive. Schöttner: „Auch Camping-Urlauber schätzen besondere Erlebnisse und außergewöhnliche Plätze.“

Checkliste Wohnmobil-Urlaub

Fahrzeugauswahl: Besser eine Nummer größer buchen, damit für jeden Mitreisenden mehr Platz bleibt – also beispielsweise als Pärchen ein Modell für vier Personen wählen. Achtung: In Neuseeland ist wildes Campen und Übernachten in Nationalparks nur noch erlaubt, wenn eine Toilette im Wohnmobil vorhanden ist.

Sparen: Mit zusätzlichen Pauschal- oder All-Inclusive-Paketen haben Urlauber die Nebenkosten im Griff, beispielsweise für besseren Versicherungsschutz, weitere Fahrer oder Camping-Tisch und -stühle. Das ist oft günstiger, als die Leistungen einzeln zu buchen. Wenn im Basispreis die Zahl der gefahrenen Kilometer begrenzt ist, sollten Urlauber zusätzliche Kilometer-Pakete im Vorfeld erwerben. Tipp: Manche Anbieter haben ein flexibles Preissystem, das sich ähnlich einer Börse an Angebot und Nachfrage orientiert. In diesem Fall ist eine frühzeitige Buchung oftmals preiswerter. Alternativ sollten Urlauber nach Ermäßigungen bei einer frühzeitigen Buchung fragen.

Einweisung: Urlauber sollten auf eine ausführliche Übergabe bestehen und sich alle Funktionen – Küche, Toilette, Strom- und Wasserversorgung – genau erläutern lassen. Tipp: Nach deutschsprachigen Mitarbeitern fragen und für die Einweisung ausreichend Zeit von ein bis zwei Stunden einplanen.

Ausmaße: Wohnmobile fahren sich zwar meist bequem wie ein Pkw, die deutlich größeren Ausmaße sind aber gewöhnungsbedürftig. Beifahrer sollten beim Rangieren als Einweiser fungieren. Bei der Suche eines Stellplatzes auf dem Campingplatz auf ausreichend Platz achten.

Strecke: Kürzere Etappen planen. Durchschnittlich 200 Kilometer pro Tag sind empfehlenswert, damit genug Zeit für Fotostopps, Wanderungen und Besichtigungen bleibt. Fahren abseits geteerter Straßen ist im Regelfall nicht erlaubt. In Namibia und Australien können spezielle Allrad-Wohnmobile für genehmigte ungeteerte Strecken gemietet werden. In Nordamerika müssen Urlauber nach der Ankunft aus Deutschland eine Nacht im Hotel verbringen, ehe sie ihr rollendes Urlaubsdomizil übernehmen dürfen.

Versicherung: Schutz besteht nur, wenn alle Fahrer eingetragen sind. Der Basispreis sieht meist einen hohen Selbstbehalt von bis zu mehreren tausend Euro vor. Mit Zusatzversicherungen – im Pauschalpaket billiger – lässt sich der Selbstbehalt im Schadenfall reduzieren oder ausschließen.

Informationen in jedem TUI Reisebüro.

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