Die Bundesregierung hat die Erneuerung des Reisekostenrechts beschlossen. Künftig gibt es nur noch eine einzige Arbeitsstätte – für alle anderen Fahrten gibt‘s mehr Geld.

Positive Nachricht für Geschäftsreisende und für Arbeitgeber: Die Bundesregierung hat – wie bereits auf der Touristikdepesche angekündigt – das Reisekostenrecht vereinfacht. Künftig können Erwerbstätige höhere Ausgaben von der Steuer absetzen beziehungsweise sich vom Arbeitgeber erstatten lassen. Dieser wiederum hat es bei der Abrechnung einfacher, da die Regelungen nun klarer sind und es nur noch zwei Sätze für den Verpflegungsmehraufwand gibt. Einziger Nachteil für den Staat: Ihm entgehen damit Steuereinnahmen von 290 Mill. Euro pro Jahr. Bundestag und Bundesrat müssen das Gesetz noch billigen.

Wer zum Beispiel als Handwerker, Handelsvertreter oder Geschäftsführer beruflich mit dem Auto unterwegs ist, kann künftig bei den Fahrtkosten häufiger die Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer ansetzen als bisher. Noch gibt es vielfach Streit mit dem Finanzamt oder dem Arbeitgeber darüber, ob die Hinfahrten und die Rückfahrten von der eigenen Wohnung zu wechselnden Einsatzorten absetzbar oder zu erstatten sind – oder nur eine der Strecken.

Das hat die Bundesregierung nun geklärt: Künftig wird eine „erste Tätigkeitsstätte“ als fester Arbeitsort festgelegt. Wer etwa als Handelsvertreter von seiner privaten Wohnung zu dieser „ersten Tätigkeitsstätte“ fährt, kann wie alle anderen Arbeitnehmer auch nur die Hinfahrt als Werbungskosten geltend machen. Wer aber von der eigenen Wohnung zu verschiedenen Einsatzorten fährt, kann künftig jedes Mal die Hin- und Rückfahrt mit 30 Cent pro Kilometer ansetzen, also sehr viel höhere Beträge als bislang.

Eine deutliche Erleichterung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bringt die Neuregelung der Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand, der bei Dienstreisen anfällt, weil dem Arbeitnehmer unterwegs höhere Kosten entstehen als zu Hause. Bisher bekommen Arbeitnehmer bei einer Abwesenheit von mindestens acht Stunden sechs Euro vom Arbeitgeber erstattet, bei einer Reise von mindestens 14 Stunden zwölf Euro und von mindestens 24 Stunden pro Tag 24 Euro. Künftig entfällt die erste Stufe: 2013 gilt bei einer Abwesenheit zwischen acht und 24 Stunden eine Pauschale von zwölf und bei 24 Stunden plus Übernachtung eine von 24 Euro.

Auch bei der doppelten Haushaltsführung kommt es zu Erleichterungen: Künftig können Arbeitnehmer, die sich aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung nehmen, pauschal 1000 Euro pro Monat als Mietkosten ansetzen. Bisher müssen sie nachweisen, dass die Miete ortsüblich ist.

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