Salsa tanzende Pärchen,  chromblitzende Oldtimer, Zigarren rauchende greise Frauen und Männer, Cuba libre und prachtvolle  Kolonialbauten – denkt man an Havanna, sind diese Bilder im Kopf. Doch die kubanische Grande Dame  besteht nicht nur aus Klischees. Sie verändert sich rasant – in ihrem Aussehen, ihrem Charakter.

Morgens am Malecon. An der rund acht Kilometer langen Uferstraße rauscht auf der einen Seite der Atlantik gegen die Kaimauer, auf der anderen fließt unablässig der Verkehr. Doch wer denkt, es sei ein Strom aus amerikanischen Nostalgieschlitten, wird enttäuscht sein. Die für Havanna so typischen Oldtimer sind rar geworden. Auf der Überholspur sind neben den allgegenwärtigen Lada immer mehr Audi, VW oder Peugeot. Auch der legendäre Camello (Kamelbus) ist aus dem Stadtbild verschwunden, wurde aufs Land geschickt und durch chinesische Busse ersetzt. Aber nicht allein im Straßenverkehr hat sich die betagte Dame der Karibik in den vergangenen Jahren verändert. Und wer ihr ins Gesicht schaut, wird Stolz, sehen, aber auch viele Sorgenfalten.

Stolz sind die Habaneros vor allem auf ihre Altstadt, die seit 1982 zum Unesco-Weltkulturerbe gehört und nur so strotzt von Kirchen, Klöstern, Kathedralen und  herrschaftlich restaurierten Kolonialvillen. Viele  dieser Prachtbauten beherbergen neben Wohnungen auch Hotels, Bars, Restaurants, Museen, Cafés, die eng mit dem Namen Habaguanex verbunden sind. 1994 wurde diese Tourismus – Gesellschaft mit dem Ziel gegründet, Mittel für die Sanierung der historischen Altstadt zu erwirtschaften. Heißt, Gewinne der Hotels, Bars, Restaurants fließen in die Restaurierung, aber auch in Schulen und Autobahnen.

Doch nicht nur edle Herbergen und Gourmettempel schießen wie Pilze aus dem Boden, sondern auch noble Geschäfte, in denen von Seife, Haarspray bis hin zu Computern, Fernsehern, DVD-Recordern und Mobiltelefonen alles zu haben ist.

Nur, wer dort einkaufen möchte, braucht CUC, die konvertiblen Pesos (2004 wurde der US-Dollar als Zahlungsmittel abgeschafft). Wer sie als Kubaner nicht hat, muss mit dem auskommen, was es auf Lebensmittelkarten gibt – Brot, Öl, Zucker, Kaffee, Milch, Fisch, Eier. Hier zeigt sich das andere Gesicht Havannas. Und je weiter man von den touristischen Pfaden abkommt, je sorgenvoller wird es. Da trifft man auf Habaneros, die ihre kubanischen Pesos gegen Cuc eintauschen möchten, auf Kinder, die sich riesig über einen Kugelschreiber freuen, auf ein Meer verfallender Häuser, auf deren Balkone Wäsche und Vogelkäfige hängen, in denen Kinder lachen und laute Musik ertönt. In den Gassen warten junge Männer mit einer Rischka auf zahlungskräftige Passagiere, die nach Chinatown und zurück in die Altstadt wollen oder bieten einen Schnellkurs im Tanzen an.

Denn ohne Rhythmus geht schließlich nichts in Havanna.  Salsa, Ron, Rumba Cha-Cha-Cha sind Lebenselixier. Überall wippt der Kubaner mit den Hüften – ob an der Bushaltestelle, in der Bar  und am Malecon. Auf der Prachtstraße scheint sich am Abend die ganze Stadt zu treffen  – zum Tanzen, Reden, Flirten, Küssen bis zum Morgengrauen. Und nichts und niemand kann dann den Habaneros ihre Lebensfreude nehmen. Komm Freund, trink einen Rum und rauche eine Zigarre.

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