Eingefleischte Harley-Davidson-Fans biken in ihrem Cluburlaub auf Mallorca an der Sonne. Quelle: Robinson
Eingefleischte Harley-Davidson-Fans biken in ihrem Cluburlaub auf Mallorca an der Sonne. Quelle: Robinson

Cluburlaub erfüllt heute höhere Ansprüche: Olympiasieger als Sportpartner und Ausflüge mit der Harley Davidson. Der Trend geht zu mehr Komfort, Professionalität und Individualität.Die Nachfrage steigt stetig.
Wer Cluburlaub hört, denkt oftmals an das Klischee der neunziger Jahre mit Zwangsunterhaltung durch wildgewordene Animateure, Poolspiele oder Beschallung mit der Clubhymne. „Dieser Eindruck war natürlich auch früher schon übertrieben“, sagt Clubexperte Monti Galmés, Regionaldirektor Spanien und Portugal und schon seit 1978 beim Marktführer Robinson Clubs tätig. Mittlerweile macht Cluburlaub mit einem jährlichen Branchen-Umsatz von 1,7 Milliarden Euro rund zehn Prozent des Pauschalreisemarktes aus, melden die Marktforscher der GfK.

Vieles hat sich verändert: „Cluburlaub ist heute viel individueller und lässt den Gästen die Wahl zwischen Action und Entspannung, Sport und Unterhaltung, Gemeinschaft und Zurückgezogenheit. Und die Betreuung ist mit der Zeit professioneller geworden“, sagt der Experte. Zudem können Urlauber heute zwischen verschiedenen Club-Konzepten wählen: Neben dem Premium-Angebot Robinson wirbt beispielsweise Magic Life mit einem umfangreichen Aktivitätenprogramm und planbaren Kosten dank All-Inclusive-Angeboten oder die 1-2-Fly Fun Clubs mit einem preisgünstigen Club-Konzept vor allem für Familien.

Vom Zelt zur Komfortzone

Bestand der erste Club Med noch aus einem einfachen Zeltdorf in Alcudia auf Mallorca, kommen Urlauber heute in moderne Anlagen, die komfortabel und auf dem neuesten Stand der Technik sind. „Die Robinson Clubs haben beispielsweise ein Vier- bis Fünf-Sterne-Niveau, verfügen über Chillout-Bereiche, spezielle Restaurants und kostenloses WLan“, erklärt Club-Urgestein Galmés. Vor allem die Balance zwischen Ruhe und Action ist heute stärker gegeben. Der Club-Profi betont: „Im Gegensatz zur Fernsehkomödie „Club Las Piranjas“ mit Hape Kerkeling aus den neunziger Jahren – die das Klischee vom Cluburlaub auf die Schippe nimmt – können die Gäste sich bei uns selbstverständlich aussuchen, ob und wann sie Gesellschaft wollen, und das Clubgelände natürlich auch verlassen.“

Professionell und umfangreich: Sport, Unterhaltung und Highlights

Auch das Programm hat sich gewandelt: Ging es früher vor allem um Animation, ist das Zauberwort heute Unterhaltung – ohne Zwang und mit genügend Freiräumen für die Urlauber. „Wir versuchen die Wünsche unserer Urlauber vorherzusehen und sie zu überraschen“, erläutert Galmés. Club-Mitarbeiter und Sport-Trainer sind heute in der Regel professionell geschult. Als Highlight bieten viele Clubs auch Aktivitäten mit prominenten Sportlern, Trainern und Entertainern an, beispielsweise mit den Beach-Volleyball-Olympiasiegern Jonas Reckermann und Julius Brink. Zudem stehen – im Gegensatz zu den Anfängen – viele neue Sportarten, Shows und Wellness auf dem Programm.

Obwohl die meisten Clubs ihrem Konzept entsprechend ein Standard-Programm bieten, eignen sich bestimmte Ziele jedoch besonders gut für spezielle Aktivitäten: „In unserem Club an der Algarve in Portugal kommen insbesondere Golfliebhaber auf ihre Kosten, Radsportler und Harley-Davidson-Fans können auf Mallorca besonders gut ihrem Hobby frönen“, erklärt Galmés. In den Wintersportgebieten werden meist Ski und Snowboard-Aktivitäten angeboten. Auf den Malediven, in Spanien und Ägypten finden Wassersport-Begeisterte zahlreiche Angebote für den spritzigen Urlaub. Einige Clubs bieten gar ein Atelier für künstlerisch ambitionierte Gäste.

Kulinarische Erlebnisse und ausgefallene Events

Auch bei Essen und Trinken haben sich die Clubs den höheren Erwartungen angepasst und bieten beispielsweise eine ganze Reihe kulinarischer Erlebnisse – vom À-la-carte-Restaurant über Motto-Buffets mit regionaler Küche, Live-Cooking, Anti-Stress-Gerichte bis hin zum abwechslungsreichen Galabuffet. „Für die Robinson Clubs kreiert der Gourmetberater und Sternekoch Otto Koch immer wieder neue, spannende Konzepte, um den Gästen auch besondere kulinarische Erlebnisse zu verschaffen“, sagt Galmés. Varieté-Wochen, Klassik-Abende mit Stars der klassischen Musik, Theater und Tanz, Sonnenuntergang mit Beachparty und Live-DJ oder romantisches Lagerfeuer runden das Unterhaltungsprogramm in den einzelnen Clubs ab. Galmés konstatiert: „Insgesamt ging es früher mehr um Aktivitäten in der Gruppe und die Gäste haben gemeinsam eine Show auf die Beine gestellt. Heute zählt vor allem das Erlebnis und die Events werden von Profis inszeniert.“

All-Inclusive-Sport und Trends ausprobieren

„Viele unserer Urlauber sind Stammgäste und kommen immer wieder, probieren auch mal verschiedene Anlagen aus“, erzählt TUI-Clubexperte Matthias Gehring von Club Magic Life. Der Cluburlaub ist für viele Menschen attraktiv geworden: „Gerade das All-Inclusive-Angebot, das bei uns rund 170 Aktivitäten und Leistungen einschließt, macht solch einen Urlaub finanziell besser planbar“, sagt Gehring. „Das allein reicht heute allerdings nicht mehr aus, deshalb haben wir immer neue Trends in unser Programm aufgenommen, wie zum Beispiel Kangoo Jumps, Zumba oder Skiken – eine Mischung aus Skaten und Skilaufen.“

Doch nicht nur Sportaktivitäten sind in den Clubs gefragt und im Trend: „Neben dem Sport können Urlauber auch einen Kochkurs mit einem prominenten Sternekoch absolvieren, Lach-Yoga ausprobieren, sich die Karten legen lassen, spezielle Wellnesswochen genießen oder sich bei Konzerten und Comedy-Shows unterhalten lassen“, erläutert Gehring. Sein Geheimtipp ist die Club Magic Life Anlage auf Kreta, denn diese verfügt über eine Wellness-Terrasse direkt am Meer – der ideale Platz für eine morgendliche Yoga- oder Pilates-Einheit.

Flexiblerer Cluburlaub für alle Bedürfnisse

Neben speziellen Clubs für Familien, Paare und Singles gibt es meist ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen, Vorlieben und Budgets: „In unseren 1-2-Fly Fun Clubs finden Urlauber auch fürs kleinere Portmonee Kinderbetreuung, Programm für Kinder und Teenies sowie Aktivitäten für die ganze Familie, wie beispielsweise das Ravensburger FamilyMatch, begleitete Familienausflüge oder Motto-Tage“, berichtet Hubert Peters, Club-Profi bei den 1-2-Fly Fun Clubs. Der Magic-Life-Experte Gehring ergänzt: „Für Alleinreisende werden bei uns beispielweise Sportpartner oder Interessengemeinschaften für Ausflüge vermittelt und Networking-Events zum gegenseitigen Kennenlernen organisiert, alles im Preis inklusive natürlich.“

Zudem profitieren Clubbegeisterte heute von individuellen An- und Abreisezeiten. Das war nicht immer so, wie sich Club-Experte Galmés erinnert: „Früher gab es zum Beispiel nur einen Flug pro Woche, sodass viele Cluburlauber gemeinsam an- und abreisten. Die Reisedauer richtete sich dann entsprechend nach dem Flugangebot. Damals gab es jedes Mal eine riesige Begrüßung und Verabschiedung. Ein echtes Erlebnis, aber für die Gäste und deren Reiseplanung nicht immer optimal. Heute ist das flexibler.“

Fünf Fragen, um den passenden Club zu finden:

  1. Welches Publikum (bspw. Familien, Paare, Singles) soll der Club haben?
  2. Möchte ich ein eher vielfältiges oder exklusives Sport- und Unterhaltungsprogramm?
  3. Lege ich Wert auf All Inclusive oder Vollpension?
  4. Möchte ich Kinderbetreuung in Anspruch nehmen, möglicherweise ganztägig?
  5. In welches Land möchte ich reisen?
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